13.10.2019

SPD will mehr für Fußgänger tun. Grüne Fußgängerachse soll Südstadtpark und Stadtpark verbinden.

Dr. Benedikt Döhla

Auch in der gegenwärtigen Debatte um umweltfreundliche Mobilität finden sie oft nicht die Beachtung, die ihnen eigentlich zusteht: die Fußgängerinnen und Fußgänger. Dabei ist ein hoher Fußgängeranteil am Verkehrsaufkommen sehr vorteilhaft: Fußgänger benötigen wenig Platz, sind leise, verursachen keine giftigen Abgase und stellen keine Gefahr dar. Zu Fuß gehen ist nicht nur die gesündeste Form der Fortbewegung sondern auch das zentrale Bindeglied zwischen allen Verkehrsmitteln. Um diesen wichtigen Verkehrsteilnehmern im Fürther Stadtgebiet endlich mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen, fordert die SPD-Stadtratsfraktion in einem Antrag die Einrichtung einer grünen Fußgängerachse, die vom nördlichen Südstadtpark, über die Frauenstraße, den Stresemannplatz, die Adlerstraße, die Amalienstraße, die Benditstraße, den Luisentunnel, die Luisen- und die Goethestraße zu einem südlichen Zugang zum Stadtpark an der Otto-Seeling-Promenade führen soll.

Mit ihrem Ansinnen greift die SPD eine Idee auf, die von Andreas Sauter, dem Sprecher des Fachverbands Fußverkehr FuSS e.V. für die Region Nürnberg-Fürth-Erlangen ausgearbeitet wurde. „Durch die grüne Fußgängerachse wird eine direkte Verbindung zwischen zwei beliebten Fürther Grünanlagen geschaffen. Wir sind davon überzeugt, dass dieses Projekt ähnlich positiv von der Fürther Bevölkerung angenommen werden wird, wie die gelungene Uferpromenade“, so Dr. Benedikt Döhla, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion. Mit der Einrichtung einer Fußgängerachse auf der Wegstrecke zwischen den beiden öffentlichen Parkanlagen sind aber noch mehr Vorteile verbunden: So wird über die Willy-Brandt-Anlage zwischen den Prachtstraßen Hornschuchpromenade und Königswarter Straße ein zusätzlicher Zugang zur Innenstadt mit Wochenmarkt und neuer Mitte möglich. Da an der Achse zudem insgesamt fünf Spielplätze und in unmittelbarer Nähe einige Schulstandorte liegen, wird auch die Sicherheit für Kinder auf dem Schulweg und auf dem Weg zum Spielen verbessert. Hierzu müssen sichere Querungsmöglichkeiten für alle kreuzenden Straßen, unter anderem durch Zebrastreifen, etabliert werden. Damit die neue grüne Fußgängerachse ihrem Namen auch gerecht wird, müssen darüber hinaus Bäume und Sträucher gepflanzt, Baumscheiben und Rasenflächen aufgewertet oder mobile Pflanzkübel aufgestellt werden.

Den anvisierten Streckenverlauf der grünen Fußgängerachse hält Maurice Guglietta, ebenfalls stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion, auch aus einem weiteren Grund für sehr geeignet: „Bei der Realisierung der Fußgängerachse muss nicht so viel Aufwand betrieben werden, da die einbezogenen Straßen bereits relativ wenig Autoverkehr beherbergen und im Falle einer Reduzierung des Autoverkehrs und des Parkverkehrs entlang der Achse jeweils Alternativen bereitstehen, bzw. z.B. mit dem Parkhaus an der Gebhardtstraße in nicht allzu ferner Zukunft bereitstehen werden. Erfreulich ist, dass in der Folge einer Realisierung der Achse auch der Luisentunnel in den Genuss einer Aufwertung kommen wird.“

 

Im Foto: Auch der Verkehrsknotenpunkt Stresemannplatz liegt an der Grünen Fußgängerachse