03.12.2019

Haushalt der Rekorde – Schuldenabbau und rekordverdächtige Investitionen

Peter Scheuenstuhl

15 Millionen Euro Schuldenabbau und rekordverdächtige Investitionen in Höhe von 54 Millionen Euro – es ist ein solides Fundament, auf dem der Haushalt für das Jahr 2020 steht, meint der SPD-Fraktionsvorsitzende Sepp Körbl. Kräftig investiert wird in Bildung und Soziales: Unter anderem dürfen sich die Familienpaten des Mütterzentrums und das Hippy-Hausbesuchsprogramm der AWO sowie der größte Fürther Sportverein, der TV 1860 Fürth, über deutlich mehr Geld freuen. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung und Bürgermeister Markus Braun kann der Fraktionsvorsitzende einen "Haushalt der Rekorde" vorweisen, der die nachhaltige Finanzplanung der vergangenen Jahre fortsetzt und mit großer Mehrheit vom Stadtrat angenommen wurde.

"Fürth geht es gut! Das kommt auch bei den Menschen an, die in unserer liebens- und lebenswerten Kleeblattstadt heimisch sind." Es scheint nichts Ungewöhnliches zu sein, was Sepp Körbl, Vorsitzender der SPD im Stadtrat, zu Beginn seiner Haushaltsrede zu berichten weiß. Das Bemerkenswerte: Das Zitat aus den letztjährigen Haushaltsberatungen stammt nicht von ihm, sondern von seinem CSU-Kollegen im Stadtrat. Nur zustimmen könne er dieser Einschätzung, meint Körbl und freut sich, dass die Zufriedenheit mit der Arbeit der sozialdemokratisch geführten Kommunalpolitik so groß ist.

15 Millionen Euro Schuldenabbau Solide Finanzpolitik für Kinder und Enkelkinder

Und er hat auch einigen Grund dazu: Alleine im kommenden Jahr wird man im Rathaus mit einem "Haushalt der Rekorde" 15 Millionen Euro Schulden abbauen. Betrachtet man den Zeitraum von 2014 bis 2020  sind es sogar knapp 70 Millionen Euro, die zurückgezahlt wurden. "Unseren Kindern und Enkelkindern möchten wir keinen Schuldenberg, sondern eine ordentliche Kasse hinterlassen", betont Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung.

Sport, Kultur, Bildung – Nachhaltige Investitonen

Gleichzeitig steigen die Investionen im Vergleich zum Vorjahr nochmal und erreichen mit knapp 54 Millionen Euro rekordverdächtige Höhen. Bereits im vergangenen Jahr wurde auf SPD-Initiative das Fürther Frauenhaus mit deutlich mehr Geld ausgestattet und auch in diesem Jahr richtet sich der Fokus der Investitionen auf den sozialen Bereich. So gibt es mehr Geld für das Hippy-Hausbesuchsprogramm der AWO, das Kinder im Vorschulalter frühzeitig fördert. Auch das Projekt "Familienpaten" des Mütterzentrums erhält eine höhere Förderung. Für die Fürther Kulturlandschaft steigen unter anderem die Höhe der Kulturpreise, das Budget der Kunstgalerie und auch einen neuen Kulturpreis wird es geben.

Einen Investitionszuschuss von insgesamt fünf Millionen Euro bis 2025 erhält der TV 1860 Fürth, mit 4.500 Mitgliedern der größte Fürther Sportverein, um das in die Jahre gekommene Sportgelände zu sanieren. Ein Projekt mit circa 30 Millionen Euro Volumen, das der Verein zu großen Teilen selbst stemmen möchte.

Schulneubau und Klinikum Die Zukunft der Kleeblattstadt

Mit dem Ausbau des Klinikums und der Sanierung und dem Neubau der Fürther Schulen stehen jedoch auch zukünftig große Aufgaben vor der Tür. Das Geld dafür sei da, betont Körbl im Anschluss an die Stadtratssitzung, aber man dürfe sich bei dringend notwendigen Projekten für neue Schulgebäude nicht querstellen, wie das manch politischer Widersacher in Wahlkampfzeiten macht. Hier dürfe man die Bedenken der Anwohner und den Klimaschutz nicht gegen dringend benötigte Klassenzimmer und Sportanlagen ausspielen, um daraus politisches Kapital für den Wahlkampf zu schlagen. Für ihn ist klar: "Unser Fürth liegt auf Kurs, auch dank der weitsichtigen Politik des Oberbürgermeisters Dr. Thomas Jung und der Fürther SPD mit ihrer Mehrheit im Stadtrat."